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Über John Searle

Vom 06. bis zum 08. Mai 2013 hält der renommierte  amerikanische Philosoph John Searle als Albertus-Magnus-Professor 2013 zwei öffentliche Vorlesungen und ein Seminar an der Universität zu Köln.

Die Albertus-Magnus-Professur wurde an der Universität zu Köln im Gedenken an den mittelalterlichen Universalgelehrten Albertus Magnus (1193 bis 1280) eingerichtet, der von 1248 bis 1254 in Köln am Generalstudium der Dominikaner lehrte. Auf diese Professur wird eine Persönlichkeit von internationaler Geltung berufen, die in öffentlichen Vorlesungen und Seminaren Fragen von allgemeiner Bedeutung behandelt, die derzeit in vielen Grundlagenwissenschaften, aber auch in der öffentlichen Debatte eine Rolle spielen.

Nach Arthur C. Danto (2005), Jean-Luc Nancy (2006), Giorgio Agamben (2007) und Robert Audi (2008), Philip Pettit (2009), Enrique Dussel (2010), Noam Chomsky (2011), Martha Nussbaum (2012), ist nun John Searle der Einladung zur Albertus-Magnus-Professur gefolgt.

John Searle, 1932 in Denver, Colorado geboren, ist seit 1959 Professor für Philosophie an der University of California, Berkeley. Seit dem Erscheinen seines sprachphilosophischen Hauptwerkes Speech Acts im Jahr 1969 gilt er als einer der bedeutendsten und einflußreichsten Sprachphilosophen des 20. Jahrhunderts. Bahnbrechend waren für die linguistische Pragmatik vor allem seine frühen Ansätze zur Sprechakttheorie. Searles weitere Forschungsschwerpunkte bertreffen vor allem Fragen aus dem Bereich der Philosophie des Geistes und der Sozialphilosophie; seine zahllosen Veröffentlichungen stellen markante Diskussionsbeiträge zu den Gegenwartsdebatten dar. Ein Schlüssel für die Rekonstruktion mentaler Zustände wie für die Konstruktion sozialer Wirklichkeiten bildet hierbei das Verständnis von Intentionalität. John Searle erhielt zahllose Einladungen auf Gastprofessuren, ferner Ehrendoktorate und Preise, darunter den Jean Nicod Preis (2000), die National Humanities Medal (2004), den Mind and Brain Prize (2006) und die Puffendorf Medal (2006).

Wichtige Veröffentlichungen (in Auswahl):

  • Speech Acts: An Essay in the Philosophy of Language. London 1969. Dt.: Sprechakte: Ein sprachphilosophischer Essay. Frankfurt a.M. 1971.
  • Intentionality: An Essay in the Philosophy of Mind. Cambridge 1983. Dt.: Intentionalität: Eine Abhandlung zur Philosophie des Geistes. Frankfurt a.M. 1987.
  • Minds, Brains and Science. Cambridge 1984.
  • The Rediscovery of the Mind. Cambridge 1992. Dt.: Die Wiederentdeckung des Geistes. München 1993.
  • The Construction of Social Reality. New York 1995. Dt.: Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit: Zur Ontologie sozialer Tatsachen. Reinbek 1997.
  • Consciousness and Language. Cambridge 2000.
  • Rationality in Action. Cambridge 2001.
  • Freiheit und Neurobiologie. Frankfurt a.M. 2004.
  • Mind: A Brief Introduction. New York 2004. Dt.: Geist: Eine Einführung. Frankfurt a.M. 2006.
  • Making the Social World. The Structure of Human Civilization. Oxford 2010. Dt.: Wie wir die soziale Welt machen: Die Struktur der menschlichen Zivilisation, Berlin 2012.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Andreas Speer, Thomas-Institut der Universität zu Köln

Tel.: 0221/470-2309 (Fax: -5011) ¦ andreas.speer@uni-koeln.de

amp-info(at)uni-koeln.de ¦ www.amp.uni-koeln.de