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(c) Patric Fouad

Vom 20. bis zum 23. Juni 2016 hält Judith Butler als Albertus-Magnus-Professorin 2016 zwei öffentliche Vorlesungen und ein Seminar an der Universität zu Köln.

Die Albertus-Magnus-Professur wurde an der Universität zu Köln im Gedenken an den mittelalterlichen Universalgelehrten Albertus Magnus (1193 bis 1280) eingerichtet, der von 1248 bis 1254 in Köln am Generalstudium der Dominikaner lehrte. Auf diese Professur wird eine Persönlichkeit von internationaler Geltung berufen, die in öffentlichen Vorlesungen und Seminaren Fragen von allgemeiner Bedeutung behandelt, die derzeit in vielen Grundlagenwissenschaften, aber auch in der öffentlichen Debatte eine Rolle spielen.

Nach Arthur C. Danto (2005), Jean-Luc Nancy (2006), Giorgio Agamben (2007), Robert Audi (2008), Philip Pettit (2009), Enrique Dussel (2010), Noam Chomsky (2011), Martha Nussbaum (2012), John Searle (2013), Michael Tomasello (2014) und Bruno Latour (2015) freuen wir uns, dass Judith der Einladung zur Albertus-Magnus-Professur gefolgt ist.

Judith Butler, Maxine Elliot Professor in the Department of Comparative Literature and the Program of Critical Theory at the University of California (Berkeley), zählt zu den weltweit einflussreichsten Theoretikerinnen im Bereich der Feminismus- und Genderforschung. Im Mittelpunkt steht die performative Geschlechteridentität, die sich als Frage nach dem Verhältnis von Subjekt, Körper und Macht, sowie nach der sozialen und politischen Wirklichkeit entfaltet. Die Einsicht in die Gefährdung, in das Ausgeliefertsein und in die Verletzbarkeit des Anderen führt zu einer Ethik der Gewaltlosigkeit, die auf dem Eintreten für Anerkennung und für gerechtere und demokratische Formen gründet.

Judith Butler ist vielfach ausgezeichnet worden; so erhielt sie den Andrew Mellon Award (2009-13) und den Adorno Preis der Stadt Frankfurt (2012) und wurde 2015 als korrespondierendes Mitglied in die British Academy gewählt.

Wichtige Publikationen:

  • Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung, Frankfurt a.M. 2002;
  • Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt a.M. 2003;
  • Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen. (am. Originaltitel: Undoing Gender, 2004), Frankfurt a.M. 2009;
  • Raster des Krieges, Frankfurt a.M. 2010;
  • Kritik, Dissens, Disziplinarität, Zürich 2011;
  • Notes Toward a Performative Theory of Assembly, Cambridge MA 2015;
  • Senses of the Subject, New York 2015.