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Vom 18. bis zum 20. Juni 2018 hält Douglas R. Hofstadter als Albertus-Magnus-Professor 2018 zwei öffentliche Vorlesungen und ein Seminar an der Universität zu Köln.

Die Albertus-Magnus-Professur wurde an der Universität zu Köln im Gedenken an den mittelalterlichen Universalgelehrten Albertus Magnus (1193 bis 1280) eingerichtet, der von 1248 bis 1254 in Köln am Generalstudium der Dominikaner lehrte. Auf diese Professur wird eine Persönlichkeit von internationaler Geltung berufen, die in öffentlichen Vorlesungen und Seminaren Fragen von allgemeiner Bedeutung behandelt, die derzeit in vielen Grundlagenwissenschaften, aber auch in der öffentlichen Debatte eine Rolle spielen.

Nach Arthur C. Danto (2005), Jean-Luc Nancy (2006), Giorgio Agamben (2007), Robert Audi (2008), Philip Pettit (2009), Enrique Dussel (2010), Noam Chomsky (2011), Martha Nussbaum (2012), John Searle (2013), Michael Tomasello (2014), Bruno Latour (2015), Judith Butler (2016) und Georges Didi-Huberman (2017) freuen wir uns, dass Douglas R. Hofstadter der Einladung zur Albertus-Magnus-Professur gefolgt ist. 

Douglas R. Hofstadter, College of Arts and Sciences Distinguished Professor of Cognitive Science and Computer Science, Adjunct Professor in Comparative Literature und Direktor des Center for Research on Concepts and Cognition an der Indiana University Bloomington versteht sich selbst als einen Grenzgänger zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, zwischen Physik, Mathematik und Computer Science auf der einen und Musik-, Sprach- und Literaturwissenschaft auf der anderen Seite. Im Mittelpunkt seines Interesses als Physiker und Kognitionswissenschaftler steht «the human mind» in all ihren Facetten. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Hofstadter Anfang der 80er Jahre durch sein in viele Sprachen übersetztes Buch «Gödel, Escher, Bach: ein Endloses Geflochtenes Band», für das er den Pulitzer-Preis und den American Book Award gewann. Auch in den Folgejahren explorierte Hofstadter die Facetten menschlichen Denkens im Spannungsfeld von Mathematik, Musik und Sprache. Er hat selbst mehrere Übersetzungen (einschl. Puschkins «Eugen Onegin») und zwei Bücher zum Thema Übersetzung vorgelegt. Sein Forschungsinteresse beschreibt er selbst mit dem Stichwort «models of analogy-making». Folgerichtig kreist sein neuestes Buch um die Allgegenwart von Analogien im menschlichen Denken. Für seine Verdienste um eine Vermittlung grundlegender wissenschaftlicher Erkenntnisse für eine breitere Öffentlichkeit wurde Hofstadter 2017 von fünf Göttinger Max-Planck-Instituten mit der Science Communication Medaille ausgezeichnet.

Wichtige Publikationen

  • Gödel, Escher, Bach: ein Endloses Geflochtenes Band. 1985 (Original 1979: Gödel, 
  • Escher, Bach: an Eternal Golden Braid).
  • Einsicht ins Ich. Fantasien und Reflexionen über Selbst und Seele. 1986 (Original 1981: The Mind‘s I.).
  • Metamagicum. Fragen nach der Essenz von Geist und Struktur. 1988 (Original 1985: Metamagical Themes.).
  • Le Ton beau de Marot: In Praise of the Music of Language. 1997.
  • Eugene Onegin; A Novel Versification. 1999.
  • Ich bin eine seltsame Schleife. 2008 (Original 2007: I Am a Strange Loop.).
  • Translator, Trader: An Essay on the Pleasantly Pervasive Paradoxes of Translation. 2009.
  • Die Analogie: Das Herz des Denkens (mit E. Sander). 2014 (Original 2013: Surfaces and Essences: Analogy as the Fuel and Fire of Thinking.)